Toyota setzt Elphi unter Wasser(-Dampf)

Zero-Emission-Tour nach Hamburg in die Elbphilharmonie

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Endpunkt der „Zero Emission to H2amburg“ mit dem Toyota Mirai war die Elbphilharmonie; Fotos: Toyota/Uli Sonntag

Emissionsfrei in die Hansestadt. In der Elbphilharmonie ließ Toyota mächtig Dampf ab – Wasserdampf, um ganz genau zu sein. Denn der japanische Hersteller hat jetzt zur Mirai-Sternfahrt „Zero Emission to H2amburg“ in die Elbmetropole geladen.

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Treffen der Saubermänner in der HafenCity. Rechts vom Mirai liegt der elektrisch betriebene Katamaran „Energy Observer“, der mit einem Mix aus erneuerbaren Energien und einem System arbeitet, das aus Meerwasser Wasserstoff herstellt

Sternfahrt mit Brennstoffzellen-Auto Mirai und CO2-Fachforum

Die Teilnehmer reisten aus Köln und Berlin mit Toyotas Wasserstoff-Auto Mirai an. Bei der abgasfreien Spritztour sollte der clevere Brennstoffzellen-Pionier, seit 2015 als erste H2-Limousine in Großserie auf Deutschlands Straßen unterwegs, seine Alltags- und Langstreckentauglichkeit unter Beweis stellen. Abgasfrei Toyota Mirai in Hamburg angekommen ging es flugs ins Hotel Westin. Dort referierte dann Ferry M. M. Franz (Toyota Motor Europe) im 8. Stock, perfekter Elphi-Blick inklusive, zum Thema Brennstoffzellenantrieb und präsentierte Ziele und Maßnahmen des Nachhaltigkeitsprogramms der „Toyota Environmental Challenge 2050“.

Toyota stellt Nachhaltigkeitsprogramm „Environmental Challenge 2050“ vor

Im Anschluss diskutierten die Wasserstoff-Experten über die Mobilität der Zukunft und die Perspektiven des Brennstoffzellenantriebs auf dem Weg hin zur Wasserstoff-Gesellschaft, der eine zentrale Rolle spielt in der Strategie des asiatischen Autobauers. Denn Brennstoffzellenfahrzeuge wie der Toyota Mirai bieten vernünftige Reichweiten und großen Alltagskomfort. Laut Hersteller kommt der Toyota Mirai pro Tankfüllung bis zu 500 Kilometer weit. Im Vergleich zu den allermeisten Stromern eine sehr passable Reichweite. Spätestens dann muss allerdings die nächste H2-Zapfsäule angesteuert werden. Bis Ende des Jahres soll es davon immerhin schon rund 100 in Deutschland geben.

Macht auf ihrer Weltreise natürlich auch in der Elbmetropole Station: die Energy Observer“

Wasserstoff-Limousine Toyota Mirai langstrecken- und alltagstauglich

Das Netz ist das eine, das Tanken das andere. Es ist kinderleicht, vergleichbar mit dem Befüllen von Super oder Diesel, und der Tankvorgang dauert nur drei bis fünf Minuten. Zudem entfällt das mitunter nervige Anstehen an der Kasse. Denn Wasserstoff wird per Tankkarte mit einem einheitlichen System direkt an der Zapfsäule abgebucht. Okay, der „Sprit“ ist mit zurzeit etwa 9,50 Euro pro Kilo Wasserstoff nicht gerade geschenkt, liegt aber auch da im Bereich von herkömmlichen Kraftstoffen. Fünf Kilogramm Wasserstoff schluckt der Saubermann pro Tankfüllung. Die größte Mirai-Flotte der Welt ist derzeit in Deutschland unterwegs: 45 Fahrzeuge, die meisten davon in Hamburg, sind beim Ride-Pooling-Service CleverShuttle im Einsatz.

Experten-Talk (v.l.): Heinrich Klingenberg (HySolutions), Sybille Riepe (H2 Mobility), Paul Karzel (Shell) und Ferry M. Franz

Hingucker im Hafen der elektrisch betriebene Katamaran „Energy Observer“

Von einem weiteren Einsatzgebiet der Technik konnten sich die Besucher und Teilnehmer der „Zero Emission to H2amburg“ persönlich ein Bild machen: Im Hamburger Hafen besichtigten sie die „Energy Observer“. Der elektrisch betriebene Katamaran arbeitet mit einem Mix aus erneuerbaren Energien und einem System, das aus Meerwasser Wasserstoff herstellt. 2017 ist das Wasserstoffschiff in Frankreich zu einer Weltreise aufgebrochen, die nach weiteren Stationen, unter anderem im kommenden Jahr bei den Olympischen Spielen in Tokio, im Jahr 2022 enden soll. Toyota unterstützt das Projekt, mit dem das Potenzial erneuerbarer Energiequellen und -speicher demonstriert wird.