Sonnenbrille: Dunkle Exemplare am Steuer verboten

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Für Autofahrer gilt bei Sonnenbrillen: Finger weg von Tönungsstufen der Kategorie 4; Foto: TÜV-Rheinland

Sonnenbrille ist nicht gleich Sonnenbrille. Eine Binse, die sich nicht nur am Preis ablesen lässt. Neben coolem Look und dem Sitz der Gläser kommt es vor allem auf den UV-Schutz an. Was viele Autofahrer aber gar nicht wissen, auch der Blendschutz ist wichtig. Und: Die höchste Stufe davon, nämlich die Kategorie 4, ist am Steuer verboten. Darauf hat jetzt der TÜV-Rheinland hingewiesen.

Wichtigstes Merkmal von Sonnenbrillen ist genügender Schutz vor UV-Strahlen

Jetzt kommt endlich Licht ins Dunkel. Wenn alles weiterhin gutgeht, dürfen die Deutschen wieder ans Meer und in die Berge in den Urlaub fahren. Die Sonnenbrille gehört dabei zu den unverzichtbaren Utensilien. Ein wichtigstes Kriterium beim Kauf sollte der ausreichende Schutz vor UV-Strahlen sein, empfiehlt der TÜV-Rheinland. Schließlich kann das energiereiche, ultraviolette Licht zu Gewebeschäden an Binde- und Hornhaut sowie den Augenlinsen führen.

Je dunkler die Gläser, umso höher der Sonnenbrillen-Schutz ist ein Irrglaube

Je dunkler die Gläser, umso höher der Schutz sei jedoch ein Irrglaube. Denn UV-Schutz habe wenig mit der Tönung der Gläser zu tun, versichern die TÜV-Experten weiter. Deshalb sei ein guter UV-Blocker der bedeutsamste Aspekt. Laut dem TÜV-Rheinland schützen gängig genormte Brillengläser vor UV-Strahlung und Wellenlängen von bis zu 380 Nanometer (nm). Am besten sei ein UV-Schutz von bis zu 400 nm.

Ausreichender Blendschutz wichtiges Kriterium für eine gute Sonnenbrille

Ein weiteres wichtiges Merkmal für eine gute Sonnenbrille sei zudem ein ausreichender Blendschutz, weil dieser das sichtbare Licht filtert. Ein Punkt, den speziell auch Autofahrer beim Kauf unbedingt beachten sollten. Der Tönungsgrad der Gläser lässt sich anhand der fünf Kategorien 0 bis 4 ablesen. Speziell Autofahrer sollten diesen Punkt besonders beachten.

Höchste Tönungsstufe für Autofahrer ungeeignet, Finger weg von Kategorie 4

Dem TÜV-Rheinland zufolge empfiehlt sich in mitteleuropäischen Gefilden die Kategorie 2. Denn: Gläser mit dieser Stärke absorbieren bis zu 82 Prozent des sichtbaren Lichts. Für Regionen am Meer seien dagegen Schutzfilter der Kategorie 3 ratsamer, die bis zu 92 Prozent Licht absorbierten. Nur wer in den Bergen lebe sollte zu Brillen der Kategorie 4 greifen (Absorption bis zu 97 Prozent).

Autofahrer und Radler sollten sich am besten für Kategorie 2 oder 3 entscheiden

Autofahrer und Radfahrer entscheiden sich am besten für ein Modell der Kategorie 2 oder 3. Wer am Steuer sitzt für den gilt allerdings: Finger weg von Kategorie 4. Der Grund: Die höchste Tönungsstufe ist ungeeignet für Fahrzeugführer, weil damit die Signalfarben im Straßenverkehr nicht mehr erkennbar seien. Deshalb sind diese Brillen auch oft mit einem durchgestrichenen Autosymbol gekennzeichnet.