H2: Flughafen neue Anlaufstelle für Wasserstoff-Autos

Pressesprecherin Sybille Riepe an Hamburgs neuer, fünfter Wasserstoff-Zapfsäule in Fuhlsbüttel. Foto: H2 Mobility

Alles Elektro oder was? Nö! Mitte November 2020 hat die GroKo beschlossen die Förderung von Voll- und Teilzeitstromern (Plug-in-Hybride) zu verlängern und die Innovationsprämie (herstellerabhängig bis zu 10.000 Euro) bis 2025 weiter zu zahlen. Doch es gibt tatsächlich auch noch mobiles Leben neben den Elektromodellen – nämlich die Wasserstoff-Autos. Selbige finden in der Elbmetropole nun nahe dem Helmut-Schmidt-Flughafen in Fuhlsbüttel eine weitere Tank-Möglichkeit vor

Am Weg beim Jäger wurde jetzt Hamburgs fünfte H2-Zapfsäule in Betrieb genommen

Das Wasserstofftanken ist kinderleicht, ähnelt sehr dem konventioneller Fahrzeuge. Foto: Toyota

Wer so ein fortschrittliches aber immer noch futuristisches H2-Vehikel fährt, darf sich über die fünfte Wasserstofftankstelle in der Hansestadt freuen. Sie wurde jetzt an der Shell-Station Weg beim Jäger 173 gleich neben der Zufahrt zur Lufthansa-Technik eröffnet. Verantwortlich für den Bau und Betrieb ist die H2 Mobility, die den Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland maßgeblich vorantreibt. Pressesprecherin Sybille Riepe: „Die neue H2-Zapfsäule in unmittelbarer Nähe zum Flughafen ist eine optimale Ergänzung des bestehenden H2-Tankstellennetzes.“

Neue Wasserstoff-Tankstelle am Flughafen schließt Lücke im Norden

Nachdem es bereits Wasserstoff-Tankstellen im Westen, Süden, Osten und in der HafenCity gibt, schließt die neue Station in Fuhlsbüttel im Norden eine geographische Lücke im städtischen Netz. Riepe: „Für den Bau von Hamburgs fünfter Wasserstoffstation konnten wir knapp 950.000 Euro Fördermittel akquirieren.“ Die Gelder kommen vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus dem „Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“, kurz NIP genannt.

Brennstoffzellen-Fahrzeuge tanken Wasserstoff statt Benzin oder Diesel

Somit bekommen ab sofort auch Toyota Mirai, Hyundai Nexo und Co. den passenden Saft am Airport. Motto: Wasserstoff statt Benzin oder Diesel. Den Antrieb eines solchen Fahrzeugs übernimmt ein E-Motor, der mit Strom aus der chemischen Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff in einer Brennstoffzelle betrieben wird. Der Clou: Das einzige Abfallprodukt ist dabei Wasser. Es entstehen keine schädlichen Stoffe wie CO2, Schwefeldioxid (SO2) oder Stickoxide (NOX). Tankdauer: drei bis fünf Minuten. Reichweite: 500 – 700 Kilometer. In Deutschland gibt es nunmehr 87 H2-Tankstellen, in 2021 soll das Netz auf 100 Stationen wachsen.