Hugo Pfohe trennt sich von Bulgarien-Geschäft

PfoheBulgarienVerkaufPhilipPfohe(l)TomohiroYoneyama21.12.17
Handelseinig: Philip Pfohe mit Tomohiro Yoneyama, Unit General Manager Sumitomo Corporation

Balkan-Beben. Erst Mitte Dezember des vergangenen Jahres wurde die Moto-Pfohe-Gruppe, 100-prozentige Tochter des Hamburger Autohandelshauses Hugo Pfohe, als erfolgreichster Autohändler Bulgariens mit dem ICAP True Leaders Award ausgezeichnet, da folgte noch kurz vor den Festtagen die große Überraschung.

Hanseaten wollen durch Verkauf ihre Markposition deutlich stärken

Am 21. Dezember 2017 unterzeichnete Eigentümer Philip Pfohe den Verkaufsvertrag mit der japanischen Sumitomo Corporation, einem global aktiven Handels- und Investitionskonzern. Mit dem Verkauf wollen die Hanseaten ihre Marktposition in Deutschland spürbar stärken. Philip Pfohe: „Durch die Veräußerung entwickeln wir uns zu einem finanzstarken Unternehmen, das dadurch für die zukünftigen Veränderungen im Automobilhandel bestens vorbereitet ist.“

Gleich nach dem Mauerfall engagierte sich Hugo Pfohe auf dem Balkan

Bereits 1991 gründete der Mehrmarkenhändler mit Moto-Pfohe eines der ersten privat geführten Autohäuser in Bulgarien. Als Importeur und Händler für Ford, Volvo, Jaguar und Land Rover beschäftigt Moto-Pfohe auf dem Balkan derzeit 550 Mitarbeiter an zehn Standorten. Dem Vernehmen nach sollen alle Beschäftigten übernommen und Teil der Sumitomo Corporation (Europa-Sitz: London) werden. Die Asiaten sind in 65 Ländern mit etwa 71.000 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von rund 69,1 Mrd. Dollar aktiv.