Alles Diesel oder was?

Hersteller locken mit saftigen Umtauschofferten, Prämienkarussell dreht sich weiter

Schrottplatz
Jetzt wird kräftig abgedieselt. Aufgrund der Abgas-Affäre bieten zurzeit viele Hersteller einen sogenannten Umtausch- bzw. Wechselbonus an. Dabei gilt: Je teurer der Neuwagen, desto höher die Prämie.

Mit dem Abgas-Skandal fing alles an und beim nächsten Gipfel mit Politik und Auto-Bossen wird noch lange nicht Schuss sein: das Diesel-Dilemma. Einst des Deutschen liebste Motorisierung, ist der Selbstzünder inzwischen arg in Verruf geraten und liegt zurzeit wie Sauerbier in den Regalen. Doch plötzlich die (Prämien-)Wende: Jetzt sind die alten Stinker wieder etwas wert.

Wechselbonus speziell für Halter alter Diesel-Fahrzeuge der Normen 1 – 4

Der Grund: Viele Hersteller locken die verunsicherten Autofahrer nun mit saftigen Umtauschprämien. Die Offerte richtet sich besonders an Halter von alten Dieselwagen der Schadstoffklassen 1 – 4. Wer sein jetziges Auto (muss zumeist mindestens sechs Monate auf den aktuellen Halter zugelassen sein) mit einem alten Selbstzünder verschrotten lässt und sich ein neues kauft, kommt in den Genuss einer Umtauschprämie.

Schrottprämie gilt auch in Verbindung mit Elektrobonus

Der Clou: Fällt die Wahl obendrein auf einen alternativen Antrieb, wird dies von einigen Autobauern zusätzlich mit einem Extra-Bonus belohnt. Denn dann profitiert der Käufer auch noch von der staatlichen Elektroprämie (Hybrid: 3.000, E-Auto: 4.000 Euro), die ohnehin und unabhängig von der Umtauschofferte gewährt wird. Motto: Jetzt wird abgedieselt. Dabei gilt: Je teurer der Neuwagen, desto höher die Prämie. Ein Überblick:

Beim abdieseln gilt: Je teurer der Neuwagen, desto höher die Prämie

Abarth: 3.300 – 4.500 Euro. Alfa Romeo: 2.000 – 4.000 Euro. Audi: 3.000 – 10.000 Euro. BMW: 2.000 Euro. Citroën: bis zu 7.000 Euro. DS: bis zu 7.000 Euro. Fiat: 2.560 – 4.800 Euro. Ford: zwischen 1.750 und 8.000 Euro. Hyundai: 2.500 – 10.000 Euro (bei Euro-4-Altfahrzeugen zusätzlich Inzahlungnahme möglich). Jeep: 2.000 – 5.500 Euro. Lexus: bis zu 6.000 Euro. Mazda: bis zu 6.000 Euro. Mercedes: 2.000 Euro. Nissan: 2.000 Euro. Opel: 1.750 – 7.000 Euro. Peugeot: bis zu 7.000 Euro. Porsche: 5.000 Euro (nicht für 911 und 718). Renault: zwischen 2.000 und 7.000 Euro. Seat: 1.750 – 8.000 Euro. Skoda: 1.750 – 5.000 Euro. Toyota: 2.000 Euro bei Kauf eines Toyota-Modells plus Hybrid-Prämie von weiteren 2.000 Euro (allerdings kein Umweltbonus für Toyota-Hybride). VW: Zwischen 2.000 und 10.000 Euro.

Hersteller- und modellabhängige Aktionsbedingungen und Aktionslaufzeiten

Die Hersteller haben zudem verschiedene Aktionsbedingungen und unterschiedliche Aktionslaufzeiten. Während der Fiat-Chrysler-Konzern (FCA) für seine Marken eine Verschrottungsprämie bis 30. September zahlt, Renault bis Ende Oktober, gewähren die meisten anderen Autobauer bis Ende dieses Jahres ihre modellabhängigen Diesel-Abwrackprämien.